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Nervecell - Preaching venom

by meden
Kategorie: Death Metal
Relevante URL: Nervecell


Mein lieber Herr Gesangsverein, jetzt wird es exotisch, sofern es so etwas im Metal noch gibt. Death Metal aus Dubai? Ja, das gibt es und das ist auch gut so. Okay, für mich nichts neues, denn ich habe mich mal mit der algerischen Szene auseinandergesetzt, u.a. Carnavage. Trotzdem sind extreme Bands aus diesen Breitengraden immer wieder etwas besonderes, zumal sie auch wirklich Qualität anbieten. Seitdem Jahre 2000 sind sie bereits unterwegs und haben in ihrer Heimat so etwas wie Kultstatus erreicht. Sie zockte auf dem Dubai Desert Rock im Jahre 2005 mit Sepultura und Machine Head, 2007 waren sie Headliner beim "Egypt Metal festival" und spielten auf dem Metalstockfestival in Australien. Kann damit zusammenhängen, dass der Drummer von Psycroptic mittlerweile die Sticks bedient. Dieses Jahr waren sie auch auf dem Wacken und With full force zu sehen. Noch Fragen? Die Musik alleine ist aber auch interessant genug, egal aus welcher Ecke der Welt sie kommt. Wenn ich richtig informiert bin, ist das Album schon in 2008 erschienen, im Eigenvertrieb und Lifeforce Records haben die Gunst der Stunde genutzt und das Album erneut herausgebracht. Innovativ ist das hier alles sicherlich nicht, viel neues bekommt man auch nicht zu hören, aber man spürt förmlich die Lust der Burschen. "Preaching Venom" bietet Death Metal mit thrashigen Einfluss. Dieses Ganze wird technisch einwandfrei, teilweise melodisch und teilweise groovig vorgetragen und macht einfach Spaß. Die Verspieltheit in Form von Gitarrensolis kommt klar zum Vorschein und dürfte Fans von Death oder Kataklysm aus ihren Höhlen locken. Durch die gut plazierten Breaks und einigen orientalisch angehauchten Klängen bieten sie ausserdem eine schöne Abwechslung. Das Gespür, einen Song aufzubauen, besitzen sie durchaus und somit dürfte jeder Death Metal Fan glücklich sein, ohne eigentlich irgendetwas neues geboten bekommen zu haben. Songs wie " Vastlands of Abomination" gehen schon nach vorne weg und selbst Freunde des Metalcores kommen auf ihre Kosten, denn diesen modernen Soundeinfluss lassen Nervecell ebenfall nicht unberücksichtigt. Wer hier nicht bangt, der sollte sich die Nackenhaare rasieren. Einziges Manko ist vielleicht der Drumsound, denn der klingt doch sehr ungesund, sehr klinisch. Egal, intensives und brutales, technisch anspruchvolles und abwechslungsreiches Death/Thrash Album, welches ich duchaus empfehlen kann.




 
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